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Oelde





Meine Heimatstadt Oelde befindet sich im östlichen Münsterland. Die Stadt Oelde hat mit ihren insgesamt vier Ortsteilen Mitte, Lette, Sünninghausen und Stromberg 28.983 Einwohner (Stand: 2012). Diese Ortsteile wurden am 01. Januar 1970 nach Oelde eingemeindet. Dabei ist der Ortsteil Stromberg vor allem durch seine jährlich stattfindenden Wallfahrten bekannt geworden. Nähere Informationen zu den Wallfahrten nach Stromberg gibt es unter untenstehendem Link:

http://www.wallfahrt-stromberg.de/



Die Stadt Oelde befindet sich im Kreis Warendorf im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Ein Sprichwort besagt, dass Oelde die Stadt im Grünen und mit der guten Industrie sei. Die Stadt liegt an der Autobahn A 2 von Ruhrgebiet in Richtung Berlin zwischen den BAB-Anschlussstellen Beckum und Rheda-Wiedenbrück. Desweiteren führt die Bahnlinie von Köln nach Berlin durch Oelde. 

Wahrzeichen der Stadt ist die  in den Jahren von 1853 bis 1869 erbaute Johanneskirche. Es handelt sich dabei um eine typische münsterländische Hallenkirche. Die Bauleitung zum Bau der Kirche hatte der münsterländer Diozösanbaumeister Emil von Manger. Bei den Bauarbeiten wurde das Gebäude um drei Joche nach Westen verlängert. Der Vorgängerbau der Kirche entstammte aus dem Jahre 1457. Dieser Bau wurde bis auf einen älteren Westturm und die südliche Sakristei weitgehenst zerstört. Der Vorgängerbau war eine Kirche mit zweijochigem Mittelschiff, Chor und Sakramentshaus. Der vorgebaute Turm stand in Höhe der heutigen Seitentüren des Gotteshaus. Von diesem Gotteshaus ist heutzutage nur noch die Sakristei erhalten geblieben. Die neugotische Farbverglasung im Mittelschiff stamm vom deutschen Zeichner und Glasmaler Franz Xaver Zettler, der im Jahre 1871 in der bayerrischen Landeshauptstadt München "das Institut für kirchliche Glasmalerei" gründete. Wer sich über weiterführende Informationen über dieses Gotteshaus interessiert, der klicke doch bitte hier. 




Unmittelbar am Gotteshaus vorbei führt die Lange Straße, die Fußgängerzone Oeldes. An dieser Straße befinden sich zahlreiche Geschäfte, wo die Oelder aber auch die Gäste aus Fern und Nah ihre Einkäufe tätigen können. Dabei war die Lange Straße einst eine Durchgangsstraße. Erst durch den Bau der Konrad-Adenauer-Allee in den achtziger Jahren wurde diese Straße zur Fußgängerzone umgebaut. 




Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Stadt Oelde im Jahre 890. Eine wahre Feuerstbrunst vernichtete im Jahre 1457 die Stadt. 148 Jahre später kam es dann wieder zu einem Feuer. Dieses Feuer zerstörte insgesamt 18 Häuser, Scheunen und das Rathaus der Stadt. Das Stadtrecht erhielt die Stadt im Jahre 1804. Mit dem Bau der Eisenbahnlinie von Köln ins ostwestfälische Minden erfolgte die Industrialisierung. 

Im Jahre 1880 schaffte es die Stadt mit dem sogenannten Oelder Wind in die internationale Presse: Ein Kupferschmied macht sich in den Nachtstunden auf dem Heimweg. Unterwegs entfleucht ihm ein Pfurz. Doch den Pfurz hört ein Ordnungshüter. Und dieser bestraft diesen mit 5 MK, was hier rechts in einer Figur, die es in der Oelder Ratspassage zu sehen gibt. Die Oelder Lokalzeitung "Die Glocke" sieht sich genötigt, diesen Strafbefehl zu veröffentlichen. Im Laufe weniger Wochen erhält der abgestrafte Kupferschmied Hunderte von Postkarten zumeist von Stammtischgesellschaften, die den Stoff in Poesie und Prosa. Die Nachricht geht sogar um die Welt. 


Bronzegruppe des Bildhausers Leo Neumann 

"Der fahrlässige Kupferschmied" in der 

Oelder Ratspassage

Die New Yorker Zeitung New York Herald widmet sich dem Schicksal des Kupferschmiedes sogar in einem Leitartikel. Dieser trägt die Überschrift: "What's happened in Germany?" (zu deutsch: Was passiert in Deutschland?) Die Geschichte des fahrlässigen Kupferschmiedes bleibt indes erhalten. Denn der Pfurz wird Zahlungsmittel. Die Stadt Oelde brachte nämlich Geldscheine aus denen dieser Vorgang verewigt worden ist, in den Umlauf. 

Wie in vielen Städten Deutschlands gab es auch in Oelde eine jüdische Gemeinde. Doch seit 1938 gibt keine Juden mehr in Oelde. Doch in der ganzen Stadt erinnern "Stolpersteine" an die einstigen jüdischen Mitbürger Oeldes. Im Zuge des Baus einer neuen Autobahn der A 2, der sogenannten "Warschauer Allee" erhielt Oelde einen Autobahnanschluss und eine Autobahnmeisterei, die sich auch heutzutage noch am Böckenförder Weg befindet. 

In den fünfziger Jahren erhielt die Stadt mehrfach hohen Besuch. So war der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss, mehrmals in Oelde zu Gast. Auch sein Nachfolger Heinrich Lübke kam zur Jagd auf Niederwild im Geisterholz, einem Waldgebiet in Oelde, regelmäßig zur sogenannten "Diplomatenjagd" nach Oelde.

Im Jahre 2001 war Oelde dann Ausrichter einer Landesgartenschau. Es war die bisher erfolgreichste Landesgartenschau in Nordrhein-Westfalen. Mehr als 2,2 Millionen Menschen haben diese Landesgartenschau, die unter dem Motto "Blütenzauber und Kinderträume" stand, besucht. In das Gartenschaugelände wurde der ehemalige Bereich des Oelder Stadtparks intregiert. Seit dem Ende der Landesgartenschau wird das Gelände unter dem Namen Vierjahreszeitenpark kommerziell betrieben. Der Park wird auch als Naherholungspark betrieben. In diesem Park befindet sich auch das Parkbad, ein Freibad.


Die Stadt Oelde ist unter folgendem Link erreichbar: 

http://www.oelde.de/page.php